Die Geschichte der Kreditkarte
Vom ersten Gedanken bis zur modernen kostenlosen Kreditkarte war es ein weiter Weg. Was viele nicht wissen: Der Erfinder
der Kreditkarte ist genau genommen ein heute namentlich nicht mehr bekannter Autor, der eine solche Karte fiktiv in einen
seiner Romane einbaute.
Das Prinzip dieser - wenn auch nur in virtueller Form vorhandenen - ersten Kreditkarte weicht allerdings deutlich vom heute
gebräuchlichen Prinzip ab. Der Erfinder sah vor, dass der Kunde gegen die Zahlung von Bargeld eine Karte erwerben konnte,
von der anschließend bei jedem Einkauf eine kleine Ecke abgeschnitten wurde, bis irgendwann die gesamte Karte aufgebraucht
war. Die Umsetzung einer solchen Lösung in die Praxis erwies sich jedoch als recht schwierig.
Doch schon etwa 30 Jahre später wurde in den USA die erste echte Kreditkarte in den Markt eingeführt. Herausgeber war die
Western Union Bank, wobei die Karte ausschließlich für besonders wohlhabende Kunden konzipiert war. Auch diese hatten
allerdings damit Probleme, da es verständlicherweise noch kaum ein Geschäft gab, das die neue Kreditkarte für Zahlungen
akzeptierte. Der Geschäftsinhaber war jedes Mal gezwungen, Rücksprache mit der Bank zu halten, bevor er die Karte akzeptieren
konnte.
Den Durchbruch der Kreditkarte brachte schließlich in den vierziger und fünfziger Jahren in USA der so genannte Diners Club.
Er war eine Institution speziell für wohlhabende Leute, denen es zu banal erschien, ihre kleinen Einkäufe des Alltags mit
Bargeld zu bezahlen. Deshalb erhielten die Clubmitglieder eine Kreditkarte, mit der sie in anfangs circa 30 Restaurants und
Geschäften in New York bezahlen konnten. Das Ganze weitete sich nach und nach aus, und der Siegeszug der Kreditkarte über
die ganze Welt war fortan nicht mehr aufzuhalten.